Vorsicht, Verschwörungstheorie!

Veröffentlicht in: www.NachDenkSeiten.de Im September 1996 ergab eine telefonische Umfrage unter 800 erwachsenen Amerikanern, dass 74 Prozent – also drei von vier Bürgern – glaubten, die US-Regierung sei regelmäßig in geheime und verschwörerische Aktivitäten verstrickt. Dass diese Leute nicht alle einfach „Verrückte“ oder „Spinner“ sind, davon zeugt ein weiteres Studienergebnis. Denn „lediglich“ 29 Prozent der Befragten glaubten an Hexerei und „nur“ 10 Prozent waren der Meinung, Elvis Presley weile noch unter den Lebenden. Wenn nun aber drei Viertel der Bürger – und das ist eine Mehrheit, die kaum je eine Regierung hinter sich wusste – die eigene Regierung verbrecherischer und […]

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Tricksen und Täuschen in der ARD

Veröffentlicht in: Interviews, www.NachDenkSeiten.de Von Beginn ihrer Arbeit an üben die NachDenkSeiten Medienkritik und leisten Aufklärung über Meinungsmache, Reformlügen und den Machtwahn von Eliten und Politik. Inzwischen sind sie damit nicht mehr ganz so allein: Immer mehr Mediennutzer emanzipieren sich, immer häufiger gibt es Programmbeschwerden oder gar radikale Kritik. Eine solche leistet seit Längerem die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien, die sich für Medienkompetenz und die demokratische Mitsprache bei der Umsetzung des gesellschaftlichen Programmauftrages der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten stark macht. Jens Wernicke sprach mit der Vorsitzenden Maren Müller über die von der Publikumskonferenz soeben veröffentlichte Expertise „Das Ende des Informationsjournalismus – […]

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Kriegstreiber in Latzhosen

Veröffentlicht in: www.NachDenkSeiten.de Früher war nicht alles besser, aber früher war doch sehr vieles einfacher. Linke Journalisten plädierten für Abrüstung und Frieden, während das reaktionäre Lager gerne dem Hurra-Patriotismus frönte. Sicher, die Pickelhaubenträger in den Redaktionen von WELT, BILD und FAZ sind nicht ausgestorben. Sie haben jedoch Zuwachs aus einer Ecke bekommen, die man nicht unbedingt mit Militarismus verbinden würde – dem linksliberalen Latzhosenmilieu der ehemals linken Tageszeitung taz. Deren „Ressortleiter Ausland“ heißt Dominic Johnson und Johnson ist in puncto Militarismus einer der schärfsten Kriegstreiber der Branche. Freilich geht es ihm dabei nicht um Kriege aus „egoistischen Gründen“, sondern um […]

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Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten

Veröffentlicht in: Interviews – NachDenkSeiten Die etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Teile des Publikums proben den Aufstand, öffentliche und veröffentlichte Meinung driften auseinander. Nicht nur hierzulande, auch in vielen anderen Ländern geraten die Leitmedien unter Beschuss. Stein des Anstoßes sind die Inhalte – Stichwort „Lügenpresse“. Doch sind Lügen wirklich das Problem? Oder gibt es nicht viel mehr strukturelle Probleme, die mit den Eigentumsverhältnissen der meisten Medien ebenso zu tun haben wie mit den von Albrecht Müller in aktueller Video-Reihe geschilderten „Methoden der Manipulation“? Liegt es wirklich am einzelne Journalisten, dass die Medien Unliebsames unterdrücken und statt umfassender Information […]

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Über den feindseligen Umgang von Medien mit Politikern, die nicht in die Linie passen

Auszug 25. Juli 2016 um 9:53 Uhr | Verantwortlich: Albrecht Müller Veröffentlicht in: NachDenkSeiten   Der Vorsitzende der Labour Party und die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei teilen wie alle Politikerinnen und Politiker, die etwas zu sagen haben und nicht ins Weltbild der neoliberal geprägten Medienwelt passen, das gleiche Schicksal: Sie werden aggressiv verfolgt. So Sahra Wagenknecht vom ZDF-Hauptstadt-Studio-Vertreter Thomas Walde im gestrigen Sommer Interview.  Albrecht Müller.   Zum Sommerinterview des ZDF mit der Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei, Sahra Wagenknecht Dieses Interview des ZDF habe ich mit der Hoffnung angesehen, ein solcher Journalist wie Walde könnte ja auch mal interessante Fragen stellen und […]

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Die schöne Welt der nuklearen Teilhabe

von Janne Windlandt veröffentlicht in Ossietzky, Zweiwochenschrift für Politik, Kultur, Wirtschaft Wenn es nach dem Willen von Generalleutnant Karl Müllner (Inspekteur der Luftwaffe) und Oberst Holger Radmann (Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33) geht, soll tunlichst niemand darüber sprechen, was auf dem Fliegerhorst Büchel militärisch vor sich geht, auch wenn genau das die Spatzen schon lange vom Dach pfeifen: Dort sind nämlich US-amerikanische Atomwaffen stationiert, die im sogenannten Ernstfall von den dort stationierten Bundeswehrsoldaten mit Kampfjets der Bundesluftwaffe in ihr Ziel geflogen werden sollen. Und auch soll nicht darüber gesprochen werden, dass die Bundeswehr damit gegen den Nichtverbreitungsvertrag, gegen das Völkerrecht […]

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Von Orlando bis München: Amok oder Terror?

25. Juli 2016 um 9:02 Uhr Veröffentlicht in: NachDenkSeiten Der Amoklauf von München markiert den vorläufigen Schlusspunkt einer Blutspur, die Terrorakte und Amokläufe in den letzten Monaten durch Europa gezogen haben. In den USA sind Amokläufe beinahe alltägliche Ereignisse. Die Grenzen zwischen Amok und Terror sind unscharf und müssen in jedem einzelnen Fall bestimmt werden. Den Opfern und ihren Angehörigen wird es egal sein, welcher Kategorie die Mörder zugeordnet werden. Einer kritischen Öffentlichkeit kann es indessen nicht gleichgültig sein, wie Verbrechen gesellschaftlich angeeignet und codiert werden. Mit Etikettierungen verbinden sich strategische Interessen, und zwar sowohl auf der Seite der Täter […]

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Das Volk ist nicht auffindbar

Und sein angeblicher Wille ist nur eine Konstruktion: Über den Populismus, der nur die Reaktion auf einen Mangel an Opposition ist. Aber keine Alternative. 30.05.2016, von Jürgen Kaube, veröfferntlicht in der   © Imago Das kann jeder sagen: Jugendliche bei einer Demonstration gegen Atomkraft in der Schweiz. Alle reden vom Volk, vom Staatsvolk, von seiner Zusammensetzung, von Volkes Stimme, die sich jetzt melde. Die einen halten Schilder hoch, auf denen „Wir sind das Volk“ steht, die anderen schreiben auf ihre „Nö, wir“. Die einen höhnen „armes Deutschland“, wenn auf Schokoladenpackungen Kinderbilder von Fußballstars gezeigt werden, deren Eltern nicht alle deutsch waren. […]

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Volk von hier, Elite von drüben

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung sind in Ostdeutschland immer noch 80 Prozent aller Führungspositionen mit Westdeutschen besetzt. Das schürt das Misstrauen gegen Parteien und Eliten. 30.05.2016, von Stefan Locke, Dresden, veröfferntlicht in der   © dpa Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ist ein West-Import – aus Niedersachsen. Auf der Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden gibt es seit kurzem eine bemerkenswerte Inszenierung, in der 40 Dresdner Laienschauspieler zwischen zehn und 80 Jahren aus ihrem Leben erzählen. In einer der eindrucksvollsten Szenen berichtet ein Architekt, wie er einst am Berliner Palast der Republik mitbaute, und wie ihn die SED nach dem […]

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Vierte Welle

von Georg Fülberth veröffentlicht in Ossietzky, Zweiwochenschrift für Politik, Kultur, Wirtschaft     Bei den Landtagswahlen am 13. März 2016 hat die CDU durchgehend verloren. Die Linke brach in Sachsen-Anhalt ein, in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz kam sie nicht voran. Die Christdemokraten erlitten Einbußen in allen drei Ländern. Merkels CDU-interne Widersacher werden dies ihrer Haltung in der Flüchtlingsfrage zuschreiben, sie aber innerparteilich dadurch kaum gefährden können. Ihre Spitzenkandidaten in Magdeburg, Mainz und Stuttgart hatten punkten wollen, indem sie sich bei diesem Thema gegen die Kanzlerin positionierten und haben damit Stimmen nicht gewonnen, sondern verloren. Es lohnt also nicht, die AfD […]

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